Ergometer oder Crosstrainer?

Der klassische Ergometer – das auf festem Boden stehende Fahrrad – oder die moderne Variante der Crosstrainer, welches ist ideal für das Training zu Hause oder im Studio? Die Frage ist nicht generell zu beantworten, sondern hängt hauptsächlich vom Trainingsvorhaben und den eigenen Voraussetzungen ab.

Wer sich mit der Anschaffung eines Trainingsgeräts fürs eigene Zuhause auseinandersetzt, für den ist es wichtig, vorab einige grundlegende Überlegungen anzustellen. Die Frage, für welchen Bedarf und Einsatzzweck das Trainingsgerät verwendet wird, lässt die Entscheidung, ob Ergometer oder Crosstrainer dann leichter werden. Jedes der beiden Trainingsgeräte hat seine Vorzüge und Vorteile. Dessen sollte man sich vor der Investition in einen Ergometer oder Crosstrainer im Klaren sein.

Die Vorteile des Ergometers liegen dabei auf der Hand, denn der Ergometer kann im Vergleich zum Crosstrainer mit deutlichen Vorteilen im gesundheitsschonenden Bereich punkten. Denn die Herzfrequenz ist beim Ergometertraining oft geringer, als beim Crosstrainer. Die angenehme Sitzposition beim Ergometer ist ein weiterer Vorteil.

Oft wird ein Fitnessgerät zur Fettverbrennung eingesetzt. Das ist neben der körperlichen Fitness eines der Hauptargumente, weshalb viele die Anschaffung eines Sportgeräts für die eigenen vier Wände planen. Bei der Ergometer Fettverbrennung können hier gute Ergebnisse geliefert werden, je nach Körperregion, an der die Fettverbrennung erreicht werden soll. Insbesondere an den unteren Körperregionen wie Beine, aber auch Arme und Bauch und Po können bei richtigem Trainingspensum, gute Erfolge erzielt werden. Untrainierte sollten in jedem Fall langsam mit dem Training beginnen und die Übungen langsam steigern.

Die maximale Fettverbrennung lässt sich bei einem Training von 70 bis 80 Prozent der maximalen Leistung erreichen. Beim Crosstrainer wird indes eine Fettverbrennung am gesamten Körper erreicht. Ergometer oder Crosstrainer in jedem Fall kann man feststellen, dass das Training mit dem Ergometer in jedem Falle gelenkschonender ist, als mit dem Crosstrainer. Dies könnte einer der Hauptgründe sein, sich für den Ergometer zu entscheiden, denn wer Übergewicht hat, für den ist das Gelenk und Herz-Kreislauf-System schonendere Ergometertraining ratsamer.

Sicherlich haben beide Trainingsgeräte ihre Vorzüge. Beachten sollte man auch die Fläche, die für das Trainingsgerät zuhause in Kauf genommen werden muss. Für viele Crosstrainer müssen etwas sechs Quadratmeter, für einen Ergometer lediglich etwa vier Quadratmeter Raum eingeplant werden. Ob Ergometer oder Crosstrainer, für das gesunde Abnehmen oder den Trainingserfolg ist in jedem Fall auch die richtige Ernährung wichtig.

Auch der Preis kann in der Spitze leicht unterschiedlich sein, wobei festzustellen ist, dass beide Trainingsgeräte in etwa ähnliche Preise haben. Die Top-Geräte der Crosstrainer liegen in der Preisspitze aber doch noch einmal über den teuersten Ergometern. Auch haben die Fahrradergometer in einem von Stiftung Warentest durchgeführten Vergleich durchweg besser abgeschnitten, was sicherlich für viele auch ein Grund ist, sich für einen Ergometer zu entscheiden, wenn die Wahl zwischen beiden Sportgeräten schwerfallen sollte.

Es gibt aber durchaus noch weitere Punkte, die möglicherweise für die Entscheidung sprechen, einen Ergometer anzuschaffen, denn ein Ergometer kann auch bei ungünstigen Wohnverhältnissen eingesetzt werden, beispielsweise dann, wenn vor Ort keine geeigneten Fahrradstrecken vorhanden sind oder ganz praktische Vorteile wie die Möglichkeit, während dem Training lesen oder andere Tätigkeiten zu tun, die im Sitzen gut möglich sind.

Wichtig vor der Anschaffung ist in jedem Fall, sich über Einsatz des Trainingsgeräts klar zu werden und die vorhandenen Angebote der Geräte selbst miteinander zu vergleichen. Hat man alle Punkte berücksichtigt, dann ist die Anschaffung eines Trainingsgeräts sicherlich eine tolle Sache und der gewünschte Effekt stellt sich dann auch ein, was dann beim Übenden eine doppelte Freude auslösen kann.

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Der Kalorienverbrauch bei Ergometern

Bei der Nutzung eines Ergometers kann der Verbrauch von Kalorien sehr unterschiedlich sein. Hierbei kommt es nicht nur auf das eigene Körpergewicht an, sondern ebenfalls auf die Einstellungen am Ergometer selbst sowie den Grad des Trainings an. Deshalb schwankt der Ergometer Kalorienverbrauch von Mensch zu Mensch.

Ergometer Kalorienverbrauch – bei Übergewicht auf Dauer effizient

Der Verbrauch von Kalorien beim Training auf dem Ergometer ist gerade bei Übergewicht auf lange Zeit gesehen effizient. Zwar liegt die Gruppe der beanspruchten Muskulatur auf dem Ergometer eher in den unteren Körperregionen, sofern vom klassischen Fahrradergometer ausgegangen wird, aber gerade diese ist bei Übergewicht zu stärken. Zudem ist die Belastung der Gelenke, die bei Menschen mit höherem Gewicht sowieso vorhanden ist, nicht so hoch, da das Training im Sitzen möglich ist. Zwar liegt die Stärkung der Muskulatur hier nur im Bereich der Ober- und Unterschenkel, aber der Körper greift ab einer gewissen Beanspruchung auf alle Fettreserven zurück, um Energie für die beanspruchte Muskulatur zu gewinnen. Wichtig hierbei ist, keine Wunder nach dem ersten Training zu erwarten, denn der Ergometer Kalorienverbrauch stellt sich erst auf Dauer ein. Nebenbei wird die Ausdauer gestärkt, ohne das Herz-Kreislauf-System zu überlasten. Moderne Ergometer wie die aus unserem Ergometer Test verfügen oft über einen eingebauten Computer, der neben der Herzfrequenz auch die verbrauchten Kalorien anzeigt.

Moderne Geräte zählen mit

 

Im Gegensatz zu früher, als der Ergometer im klassischen Sinne nur ein Fahrrad war, das auf der Stelle stand, ist heute die Technik weit fortgeschritten. Viele Ergometer haben inzwischen Sensoren an den Handgriffen, die eine kontinuierliche Messung der Herzfrequenz durchführen, sofern die Hände an den richtigen Punkten liegen. Durch diesen sowie durch die Eingabe des Körpergewichts, der Körpergröße und den Trainingsdaten errechnen moderne Geräte den Ergometer Kalorienverbrauch. Es ist in diesem Falle nicht mehr notwendig sich selbst nach dem Training darüber Gedanken zu machen und auszurechnen, wie viele Kalorien während der Trainingseinheit verbraucht wurden.

Kostenlose Rechner im Internet

 

Wer sein Training an keinem so modernen Gerät ausführen kann, muss nicht zwingend alles von Hand ausrechnen. Zwar gibt es hierfür Tabellen, wo anhand des eigenen Körpergewichts, der getretenen Watt Zahl sowie der Trainingsdauer, der Ergometer Kalorienverbrauch zu berechnen ist, aber es geht wesentlich einfacher. Im Internet gibt es heutzutage diverse Webseiten, auf denen das Berechnen des Ergometer Kalorienverbrauchs möglich ist, ohne das eigene Gehirn zu bemühen. Es sind dazu dieselben Zahlen erforderlich, wie sie auch zum manuellen Ausrechnen benötigt würden. Genau sind diese Rechenwege allerdings nie, denn der Ergometer Kalorienverbrauch kann sich steigern, wenn regelmäßig über längere Zeit trainiert wird.

Ergometertraining – unterschiedliche Möglichkeiten

Der ursprüngliche Begriff Ergometer, bezog sich auf ein feststehendes Rad. Heute gelten unter anderem Crosstrainer ebenfalls als Ergometer. Die Anzeige der Trainingsgeschwindigkeit sowie die bereits virtuell überwundene Entfernung und die Anzahl an verbrauchten Kilojoule zeichnen einen Ergometer aus. Viele Geräte, an denen ein Ergometertraining möglich ist, besitzen zusätzlich eine Wattangabe. Sie erfasst die Trainingsleistung und informiert über die aktuelle körperliche Leistung und die Fortschritte des Übenden.

Ergometertraining – zur Diagnosefindung oder Rehabilitation

Heute finden Ergometer nicht nur ihre Anwendung als Sportgeräte, sondern ebenfalls in der medizinischen Diagnostik und Rehabilitation. Gesundheitsparameter, wie zum Beispiel die Herz- und Lungenleistung, lassen sich mithilfe eines Ergometers testen. In der Rehabilitation reicht das Anwendungsspektrum des ursprünglichen Sportgeräts noch viel weiter. Neben dem Aufbau von Muskeln, beispielsweise nach Knochenbrüchen oder Operationen erfolgt der Einsatz genauso bei geschädigten Sehnen oder Bändern, um nach der Heilung die Belastungsgrenzen zu erhöhen. Zudem empfehlen viele Ärzte das Ergometertraining als Einstieg in die Welt des Sports.

Sportlicher Einstieg mit dem Ergometertraining

Das Training mit dem Ergometer stellt einen leichten Einstieg in die körperliche Ertüchtigung dar. Gerade Menschen, die eine längere Trainingspause hinter sich haben oder aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes ihren Körper nicht sofort einer vollen sportlichen Belastung aussetzen sollten, nutzen das Ergometertraining für einen sanften Einstieg. Die geforderte körperliche Leistung muss nicht von Anfang an die Grenzen des Trainierenden auf dem Ergometer erreichen. Eine schonende Leistungssteigerung beim Ergometertraining dagegen wird von Sportmedizinern empfohlen. Dadurch bekommt das Herz-Kreislauf-System langsam Schwung und die körperliche Fitness steigert sich. Gerade bei übergewichtigen Menschen oder nach einer Erkrankung des Herzens eignet sich das Ergometertraining als weicher Wiedereinstieg in die Welt des Sports. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt sollte in diesem Falle aber unbedingt erfolgen. Ebenso ist eine Überwachung des Trainings durch einen Fitnesstrainer ratsam. Diese empfehlen das Ergometertraining ebenso als Aufwärmphase für das regelmäßige Training.

Aufwärmen durch Ergometertraining

Die Aufwärmphase stellt sowohl für Hobby- wie für Leistungssportler einen wichtigen Teil ihres Trainingsplans dar und ist auf keinen Fall zu vernachlässigen. Sie dient dazu, die noch kalten Muskeln, auf sanfte Art, zu erwärmen und Verletzungen vorzubeugen. Idealerweise liegt die Dauer vom Ergometertraining zum Aufwärmen bei 10 bis 15 Minuten. Hierbei wird der Körper noch nicht an seine Leistungsgrenzen herangeführt, sondern nur leicht beansprucht. Die Gefahr sich Verletzungen an Sehnen und Bändern oder Muskeln zu verletzen reduziert sich durch ein Aufwärmtraining am Ergometer. Das Ergometertraining zum Aufwärmen sollte eine Dauer von 15 Minuten nicht überschreiten. Ansonsten bewegen sich Atmung und Herzfrequenz in einem Bereich, der einem gezielten Training gleicht.

Ergometertraining zur Steigerung der Ausdauer

Ein Training am Ergometer, welches sich nach der Herzfrequenz des Trainierenden richtet, wird meist zur Steigerung der eigenen Ausdauer oder zur Verbrennung von Fettpolstern durchgeführt. Das Ziel hierbei ist, die eigene Zielherzfrequenz zu erreichen und diese zu halten. Denn nur dann verbrennt der Körper Fett zur Gewinnung von Energie. Neben der Reduzierung des eigenen Körpergewichts nimmt hierbei die Ausdauer zu. Die Leistung beim Ergometertraining zur Steigerung der Ausdauer wirkt sich bei konsequenter Durchführung nicht nur auf die körperliche Leistung, sondern ebenfalls auf den Muskelaufbau aus.

Muskelaufbau mit dem Ergometer

In manchen Sportarten ist der Muskelaufbau in den Beinen sehr wichtig. Radsportler benötigen gerade im Bereich der Oberschenkel eine gut trainierte Muskulatur, um ihre Trittleistung zu steigern und die Konkurrenz zu übertrumpfen. Das Ergometertraining ermöglicht einen gezielten Muskelaufbau in diesem Bereich. Dabei wird beim Training der Widerstand beim Tretvorgang erhöht oder die Geschwindigkeit gesteigert. Dies sollte nicht kontinuierlich geschehen, sondern nur so lange, wie die Herzfrequenz im gewünschten, optimalen Bereich für den Trainierenden bleibt. Es ist durchaus üblich, die Trittfrequenz oder den Widerstand für kurze Intervalle von 20 bis 30 Sekunden zu erhöhen. Dies ist effektiver, als ein kontinuierliches Training unter hoher Leistung. Bei Profisportlern und geübten Hobbysportlern dauern diese intensiven Einheiten beim Ergometertraining bei bis zu zwei Minuten.