Ergometertraining – unterschiedliche Möglichkeiten

Der ursprüngliche Begriff Ergometer, bezog sich auf ein feststehendes Rad. Heute gelten unter anderem Crosstrainer ebenfalls als Ergometer. Die Anzeige der Trainingsgeschwindigkeit sowie die bereits virtuell überwundene Entfernung und die Anzahl an verbrauchten Kilojoule zeichnen einen Ergometer aus. Viele Geräte, an denen ein Ergometertraining möglich ist, besitzen zusätzlich eine Wattangabe. Sie erfasst die Trainingsleistung und informiert über die aktuelle körperliche Leistung und die Fortschritte des Übenden.

Ergometertraining – zur Diagnosefindung oder Rehabilitation

Heute finden Ergometer nicht nur ihre Anwendung als Sportgeräte, sondern ebenfalls in der medizinischen Diagnostik und Rehabilitation. Gesundheitsparameter, wie zum Beispiel die Herz- und Lungenleistung, lassen sich mithilfe eines Ergometers testen. In der Rehabilitation reicht das Anwendungsspektrum des ursprünglichen Sportgeräts noch viel weiter. Neben dem Aufbau von Muskeln, beispielsweise nach Knochenbrüchen oder Operationen erfolgt der Einsatz genauso bei geschädigten Sehnen oder Bändern, um nach der Heilung die Belastungsgrenzen zu erhöhen. Zudem empfehlen viele Ärzte das Ergometertraining als Einstieg in die Welt des Sports.

Sportlicher Einstieg mit dem Ergometertraining

Das Training mit dem Ergometer stellt einen leichten Einstieg in die körperliche Ertüchtigung dar. Gerade Menschen, die eine längere Trainingspause hinter sich haben oder aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes ihren Körper nicht sofort einer vollen sportlichen Belastung aussetzen sollten, nutzen das Ergometertraining für einen sanften Einstieg. Die geforderte körperliche Leistung muss nicht von Anfang an die Grenzen des Trainierenden auf dem Ergometer erreichen. Eine schonende Leistungssteigerung beim Ergometertraining dagegen wird von Sportmedizinern empfohlen. Dadurch bekommt das Herz-Kreislauf-System langsam Schwung und die körperliche Fitness steigert sich. Gerade bei übergewichtigen Menschen oder nach einer Erkrankung des Herzens eignet sich das Ergometertraining als weicher Wiedereinstieg in die Welt des Sports. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt sollte in diesem Falle aber unbedingt erfolgen. Ebenso ist eine Überwachung des Trainings durch einen Fitnesstrainer ratsam. Diese empfehlen das Ergometertraining ebenso als Aufwärmphase für das regelmäßige Training.

Aufwärmen durch Ergometertraining

Die Aufwärmphase stellt sowohl für Hobby- wie für Leistungssportler einen wichtigen Teil ihres Trainingsplans dar und ist auf keinen Fall zu vernachlässigen. Sie dient dazu, die noch kalten Muskeln, auf sanfte Art, zu erwärmen und Verletzungen vorzubeugen. Idealerweise liegt die Dauer vom Ergometertraining zum Aufwärmen bei 10 bis 15 Minuten. Hierbei wird der Körper noch nicht an seine Leistungsgrenzen herangeführt, sondern nur leicht beansprucht. Die Gefahr sich Verletzungen an Sehnen und Bändern oder Muskeln zu verletzen reduziert sich durch ein Aufwärmtraining am Ergometer. Das Ergometertraining zum Aufwärmen sollte eine Dauer von 15 Minuten nicht überschreiten. Ansonsten bewegen sich Atmung und Herzfrequenz in einem Bereich, der einem gezielten Training gleicht.

Ergometertraining zur Steigerung der Ausdauer

Ein Training am Ergometer, welches sich nach der Herzfrequenz des Trainierenden richtet, wird meist zur Steigerung der eigenen Ausdauer oder zur Verbrennung von Fettpolstern durchgeführt. Das Ziel hierbei ist, die eigene Zielherzfrequenz zu erreichen und diese zu halten. Denn nur dann verbrennt der Körper Fett zur Gewinnung von Energie. Neben der Reduzierung des eigenen Körpergewichts nimmt hierbei die Ausdauer zu. Die Leistung beim Ergometertraining zur Steigerung der Ausdauer wirkt sich bei konsequenter Durchführung nicht nur auf die körperliche Leistung, sondern ebenfalls auf den Muskelaufbau aus.

Muskelaufbau mit dem Ergometer

In manchen Sportarten ist der Muskelaufbau in den Beinen sehr wichtig. Radsportler benötigen gerade im Bereich der Oberschenkel eine gut trainierte Muskulatur, um ihre Trittleistung zu steigern und die Konkurrenz zu übertrumpfen. Das Ergometertraining ermöglicht einen gezielten Muskelaufbau in diesem Bereich. Dabei wird beim Training der Widerstand beim Tretvorgang erhöht oder die Geschwindigkeit gesteigert. Dies sollte nicht kontinuierlich geschehen, sondern nur so lange, wie die Herzfrequenz im gewünschten, optimalen Bereich für den Trainierenden bleibt. Es ist durchaus üblich, die Trittfrequenz oder den Widerstand für kurze Intervalle von 20 bis 30 Sekunden zu erhöhen. Dies ist effektiver, als ein kontinuierliches Training unter hoher Leistung. Bei Profisportlern und geübten Hobbysportlern dauern diese intensiven Einheiten beim Ergometertraining bei bis zu zwei Minuten.

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